StartAktuellNachrichtenOlaf Lies zu Gast bei den Ortsvereinen Großefehn, Wiesmoor und Friedeburg

Olaf Lies zu Gast bei den Ortsvereinen Großefehn, Wiesmoor und Friedeburg

18. Juli 2010 0 Kommentare

100 SPD-Ortsvereine der rund 1000 Ortsvereine in Niedersachsen wolle er in den nächsten zwei Jahren besuchen, versprach Olaf Lies, Vorsitzender der SPD Niedersachsen, nach seiner Wahl vor wenigen Wochen. Nun besuchte er auf Einladung von Brigitte Dirks (Friedeburg) und Jochen Beekhuis (Großefehn) gleich drei Ortsvereine: Das Torf- und Siedlungsmuseum in Wiesmoor war Treffpunkt von 60 Mitgliedern der Ortsvereine Friedeburg, Großefehn und Wiesmoor.

„Die SPD in Niedersachsen hat 67000 Mitglieder, die in 1000 Ortsvereinen organisiert sind“, sagte Olaf Lies. Die Basis der Partei soll in Zukunft wieder in den Mittelpunkt rücken. „Die Ortsvereine sollen das Zentrum der politischen Diskussion sein. Wir sind keine „Basta-Partei“, sagte der Vorsitzende, der im Kreis Friesland zu Hause ist und dort auch kommunale Mandate hat. Die Ortsvereinsvorsitzenden Brigitte Dirks (Friedeburg), Friede Schoone (Großefehn) und Jens-Peter Grohn (Wiesmoor) betonten, dass gemeindeübergreifende Veranstaltungen längst zum Alltag der Partei gehörten. Das Wahlprogramm für die Landtagswahlen 2013 soll von der Basis geprägt sein, so Olaf Lies.
Die Politik der Zukunft müsse sich vor allem für den Senioren um die Bereiche Wohnen, Gesundheit und Pflege kümmern. Viele reden vom demographischen Wandel, es geschehe allerdings wenig. „Wie stellen wir uns in den nächsten Jahrzehnten die Finanzierung der sozialen Systeme vor?“, fragte sich Olaf Lies. Die derzeitigen Systeme seien nicht geeignet, hier ausreichend Antworten zu geben. Nicht nur in Friesland seien die Kosten für die Jugendhilfe und Grundsicherung in den letzten Jahren dramatisch gestiegen.
Zu Fragen einer Gebietsreform antwortete Olaf Lies, dass neue Verwaltungsstrukturen auch nachweisen müssten, dass diese weniger Kosten verursachten. Bei der Abschaffung der Bezirksregierungen habe sich dies nicht bestätigt. Jugend, Schule und Bildung sei auch weiterhin Schwerpunkt der SPD-Politik. Das lange gemeinsame Lernen sei von besonderer Bedeutung. Hier baue die CDU mit hohen Hürden für die Gesamtschulen Barrieren auf, die nicht nachvollziehbar seien.
„Was ist der Mensch wert?“, fragte sich Olaf Lies bei der anschließenden, regen Diskussion im Moormuseum. Bei Tee und Krintstuut wurde leidenschaftlich über verschiedene Positionen diskutiert. Die Frühförderung von Kindern, der Wert der Arbeit sowie die Rente ohne Grundsicherung waren dabei zentrale Themen.
Es ging nicht nur um Politik: Hermann und Hildegard Schreiber führten durch das Museum und zeigten die Entstehung der jetzigen Blumenstadt von ihren Anfängen vor mehr als 100 Jahren bis heute auf.
 


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